Schneedepots und „snow farming“ – alle Informationen

Ein Videovortrag vom Skitourismusforscher Günther Aigner zum Thema Schneedepots und "snow farming"

Zukunft Skisport“ hat eine ganzheitliche Betrachtung des Phänomens „snow farming“ von seinen historischen Wurzeln in der Antike bis zur aktuellen Verbreitung im Schneesport recherchiert. In diesem kostenlos downloadbaren PDF finden Sie u. a. Informationen zu Kosten, Aufwand, Energiebilanz, Nutzen, Isoliermaterialien, Schneequalität, „best practice“-Beispielen etc.:

Auf den heimischen Gletschern wird bereits fleißig Ski gefahren. Der Herbst 2020 brachte auf den Gletschern die besten Pistenverhältnisse der vergangenen 15 Jahre. Reichlich Schnee und Kälte erfreuten die Wintersportler – und aktuell scheint sich diese Phase fortzusetzen. Rekordzahlen wird es trotzdem keine geben, aber das ist eine andere Geschichte (Covid-19).

Es wurde eine ganzheitliche Betrachtung des Phänomens „snow farming“ von seinen historischen Wurzeln in der Antike bis zur aktuellen Verbreitung im Schneesport recherchiert. In diesem kostenlos downloadbaren PDF finden Sie u. a. Informationen zu Kosten, Aufwand, Energiebilanz, Nutzen, Isoliermaterialien, Schneequalität, „best practice“-Beispielen etc.

Die wichtigsten Ergebnisse der Recherchen im Überblick

  • Das Bestreben, Schnee und Eis gezielt anzubauen, gibt es seit Jahrtausenden.
  • Die Biathlonorte Hochfilzen (2002) und Ruhpolding (2005) waren „snow farming“-Pioniere im Wintersport.
  • Der Resterkogel bei Kitzbühel ist aktuell das weltweite „best practice“-Beispiel für Schneedepots in Skigebieten mittlerer Höhenlage.
  • Der Schneeschwund beträgt weniger als 13 %.
  • Das „snow farming“ spart 30.000 kWh Strom, verbraucht aber mehr Diesel.
    Kritiker beklagen meist nicht das Depot an sich, sondern den – aus ihrer Sicht – zu frühen Zeitpunkt der Schneeausbringung. Die Skipiste am Resterkogel generiert fast die gesamte Aufmerksamkeit in den etwa 3 Wochen vom Skistart bis zum Einschneien.
  • Die Emotionen entspringen der Macht der Bilder: Das weiße Schneeband in spätsommerlicher Landschaft scheint unsere Gesellschaft zu triggern – als Symbol für die Entfremdung des modernen Menschen von der Natur.
Günther Aigner – SCHNEEDEPOTS und „snow farming“
  • Agenda:
  • 00:17 – Historische Entwicklung
  • 00:20 – Historische Schneehäuser auf Mallorca
  • 02:02 – Eisabbau am „Birnbachgletscher“ in Leogang (1890er-Jahre)
  • 02.51 – Beginn der Abdeckungen auf Gletschern
  • 03:12 – Abdeckungen am Hintertuxer Gletscher
  • 03:42 – Einzug des „snow farmings“ in den Wintersport
  • 04:05 – Schneedepots im Biathlon
  • 04:43 – Schneedepot Ruhpolding (Chiemgau Arena)
  • 05:54 – Warum brauchen wir Schneedepots?
  • 06:48 – Drei Dimensionen der Schneesicherheit
  • 07:16 – Hohe natürliche Schneesicherheit im Skigebiet Steinplatte (Waidring / Tirol)
  • 08:41 – KERNAUSSAGE: Paradigmenwechsel der Schneesicherheit durch Schneedepots
  • 09:10 – Entwicklung der Skisaisonlängen in Kitzbühel (3 Dimensionen der Schneesicherheit)
  • 10:42 – Fallbeispiel Resterkogel (Skigebiet Kitzbühel)
  • 11:11 – Geografie Resterkogel, Lage Schneedepot
  • 12:05 – Dimension
  • 12:55 – Kosten und Ersparnisse
  • 14:57 – Aufbau der Isolierschichten (Steinbacher Dämmstoff GmbH)
  • 15:51 – 12,9 % Volumenverlust
  • 16:07 – Energieeinsatz
  • 18:27 – Nutzen des Schneedepots Resterkogel
  • 20:02 – Auswirkungen auf die Vegetation
  • 20:56 – Kritik am Schneedepot: Internetforen und Medien
  • 25:15 – HAUPTKRITIKPUNKT: DER FALSCHE ZEITPUNKT
  • 26:41 – Die Macht der Bilder
  • 28:06 – Maximal mögliche Skisaisonlängen am Resterkogel: Bis zu 240 Tage
  • 29:45 – Qualität des Depotschnees, besondere Merkmale
  • 31:12 – Zielgruppe des frühen Saisonstarts in Kitzbühel
  • 32:25 – Fallbeispiel Pitztaler Gletscher
  • 33:39 – Checkliste für ein gelungenes Schneedepot
  • 34:48 – www.zukunft-skisport.at sowie YouTube-Channel „Zukunft Skisport Academy“
  • 35:12 – ZUSAMMENFASSUNG
  • 36:52 – Verabschiedung
  • 37:20 – Hommage an Wolfgang Ambros: „Dei Foto“
  • 37:21 – Limitierungen
  • 37:47 – Fachlicher Austausch
  • 38:05 – Datenquellen
  • 38:24 – Literatur
  • 39:05 – Biografie Günther Aigner